Der Oberrhein auf dem Weg zur Trinationalen Metropolregion

Die deutsche Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) hat mit Beschluss vom 30.06.2006 den Oberrheinraum als „grenzüberschreitenden metropolitanen Verflechtungsraum“ in die „Leitbilder und Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland“ aufgenommen.

Die Landschaft zwischen Pfälzer Wald und Jura, Vogesen und Schwarzwald wird damit als eine der leistungsfähigsten Regionen anerkannt, auf die sich künftige Strategien zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsposition besonders stützen sollen.

Anerkannt wird damit auch die seit Jahrzehnten ausgebaute, intensive Kooperation zwischen Baden, dem Elsass und der Nordwestschweiz: Für Unternehmen, Berufstätige, Studierende ebenso wie die Freizeitgestaltung der Bürgerinnen und Bürger spielen die nationalen Grenzen kaum noch eine Rolle. Diese „grenzenlose“ Situation ist Anlass, den Oberrhein gemeinsam weiter zu entwickeln und auch nach außen als einheitlichen Wirtschafts- und Lebensraum zu präsentieren.

Im Vordergrund stehen dabei überregional bedeutsame, für die hohe Qualität als Wohn- und Arbeitsstandort zentrale, und damit „metropolitane“ Funktionen: Der Sitz wichtiger „Schaltstellen“ in Politik und Wirtschaft, die ausgezeichnete Verkehrsanbindung zu Wasser, zu Lande und in der Luft, die exzellenten Lehr- und Forschungseinrichtungen und nicht zuletzt der durch Natur und Kultur geprägte hohe Freizeitwert.

Die vielfältigen Potenziale dieses tri-nationalen Verflechtungsraumes gilt es abgestimmt aufeinander und den neuen, gesamteuropäischen Zielstellungen entsprechend zu nutzen. Dazu sollen die Strukturen langjähriger vertauensvoller Zusammenarbeit im Sinne eines „Regional Governance“ weiterentwickelt werden.

In einem ersten Schritt wurden unter Beteiligung der Regionalverbände, Vertretern der großen Städte, der Wirtschaft und der Hochschulen Vorschläge für die weitere konzeptionelle Ausgestaltung der Trinationalen Metropolregion erarbeitet.

Die Initiative der Regionalverbände aus dem Jahr 2005 zum Aufbau einer Trinationalen Metropolregion Oberrhein hat mittlerweile eine breite Basis gefunden und wird von einer Vielzahl von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik unterstützt.

Der Regionalverband Südlicher Oberrhein engagiert sich dabei weiterhin durch eine aktive Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen (AG Raumordnung der Oberrheinkonferenz, Ad-hoc-Gruppe Metropolregion u. a.) und setzt sich hierbei insbesondere für eine grenzüberschreitende kohärente Raumentwicklung und die Einbeziehung aller Teilräume in das Konzept der Trinationalen Metropolregion Oberrhein ein.


Weiterführende Informationen

www.oberrheinkonferenz.org/de/metropolregion/
www.rmtmo.eu/

Sitzungsvorlage Planungsausschuss am 28.04.2016
Sitzungsvorlage zum Kooperationsausschuss am 11.10.2010
Sitzungsvorlage zum Kooperationsausschuss am 15.10.2009
Sitzungsvorlage Regionalverbände vom Oberrhein 27.09.2007
Vortrag Direktor Dr. Karlin - IHK Südlicher Oberrhein / CCI Colmar vom 04.12.2006
Sitzungsvorlage Regionalverband Südlicher Oberrhein 05.10.2006
Gemeinsame Resolution der Regionalverbände am Oberrhein Leitbilder und Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland vom 05.10.2006
Stellungnahme des Regionalverbandes Südlicher Oberrhein zum Entwurf der Territorialen Agenda der Europäischen Union vom 05.10.2006
Positionspapier Regionalverband Südlicher Oberrhein vom September 2006

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