Neue Wege zur Grundversorgung in Ländlichen Räumen - INTERREG-Projekt ACCESS

Improving Accessibility of Services of General Interest – Organisational Innovations in Rural Mountain Areas

Warum engagiert sich der Regionalverband Südlicher Oberrhein?
Eine funktionierende Grundversorgung ist ein entscheidendes Kriterium für die Lebens- und Standortqualität der Städte und Gemeinden. In zahlreichen Städten und Gemeinden unserer Region, insbesondere in den ländlich strukturierten Teilräumen, sind die Auswirkungen des demografischen Wandels bereits greifbar. Vor dem Hintergrund einer nicht wachsenden und älter werdenden Bevölkerung ist die flächendeckende Sicherung der Grundversorgung eine zentrale Herausforderung für Politik und Planung – auf kommunaler wie auf regionaler Ebene. Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hat sich in seinem Verständnis als gesetzlicher Träger der Regionalplanung und Impulsgeber der Regionalentwicklung bereits frühzeitig das Ziel gesetzt, zur Sicherung der flächendeckenden Grundversorgung beizutragen.

Wie sieht dieses Engagement für die ländlichen Räume aus?
Mit der Regionalplan-Teilfortschreibung „Einzelhandelsgroßprojekte“ ist im Januar 2011 ein aktuelles und praktikables Regelwerk in Kraft getreten, welches die landesrechtlichen Vorgaben zur Steuerung großer Einzelhandelsvorhaben fachlich und räumlich ausformt. Daneben nutzt der Regionalverband Südlicher Oberrhein weitere Handlungsmöglichkeiten, um aktiv zur Entwicklung der ländlichen Gebiete beizutragen. Durch die Teilnahme an dem EU-geförderten INTERREG-Projekt ACCESS (2008 bis 2011) ist es gelungen, innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Erreichbarkeit, zur Sicherung der Grund- und Nahversorgung sowie zur Stärkung der örtlichen Einzelhandelsstruktur zu entwickeln und modelhaft umzusetzen. Das Projekt wurde vom Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung der Technischen Universität Kaiserslautern konzeptionell bearbeitet und wissenschaftlich begleitet.

Was wurde konkret umgesetzt?
Innerhalb von drei Jahren wurden zwei Modellprojekte für die Pilotgemeinden Freiamt und Wolfach konzipiert und in enger Abstimmung mit zahlreichen lokalen Akteuren vor Ort umgesetzt. Die Modellprojekte und haben den Grundgedanken, Lebensmittel mobil zu machen, um insbesondere älteren und in der Mobilität eingeschränkten Einwohnern die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs zu erleichtern. Zahlreiche örtliche Händler – darunter Bäckereien, Metzgereien und Lebensmittelmärkte, aber auch Direktvermarkter regionaler Produkte und Apotheken – bieten ihre Produkte gemeinsam in einem Online-Shop an. Eine zentrale Servicestelle ermöglicht eine telefonische Bestellannahme und kümmert sich um Logistik und Abrechnung. Die Auslieferung der Waren erfolgt über den örtlichen Pflegedienst.

Weitere Informationen
Regionaler Abschlussbericht des INTERREG-Projekt ACCESS „Neue Wege der Grundversorgung in Ländlichen Räumen“ (PDF, 11 MB)
Kurzfassung der transnationalen Projektergebnisse (PDF, 3 MB)

ACCESS                                   Alpine Space

Gefördert durch die Europäische Union im Rahmen der Europäischen Territorialen Zu-sammenarbeit (Alpenraum-Programm 2007 – 2013 INTERREG IV B).

 

Ansprechpartner: Fabian Torns



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