Initiativkreis Metropolitane Grenzregionen (IMeG)

Metropolitane Grenzregionen - ein neuer Raumtyp

Grenzregionen mit Potenzial für Wachstum und Innovation spielen eine besondere Rolle im Netz der europäischen Stadt- und Metropolregionen. Sie leisten einen Beitrag zur Steigerung der europäischen Wirtschaftskraft und sind gleichzeitig Labore für das Zusammenwachsen in Europa. Metropolitane Grenzregionen sind vielfältige und zukunftsfähige Lebens-, Wirtschafts- und Kulturräume - sie sind das Europa im Kleinen. Die Arbeit des Initiativkreises soll dazu führen, den Blick auf die spezifischen Potenziale dieser Grenzregion zu lenken.

Vom Modellvorhaben der Raumordnung zum IMeG

Seit den Anfängen der Kooperation im Modellvorhaben der Raumordnung überregionale Partnerschaften in grenzüberschreitenden Verflechtungsräumen war eine längerfristige Netzwerkbildung Ziel der Projektpartnerschaft. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Modellvorhabens ist der Initiativkreis Metropolitane Grenzregionen (IMeG) am 17. März 2011 in Berlin gegründet worden.

Gemeinsam lassen sich die Interessen der metropolitanen Grenzregionen wirkungsvoller vertreten. Gleichzeitig will der Initiativkreis Impulse setzen, um die grenzüberschreitende Regionalentwicklung im Sinne der territorialen Kohäsion zu fördern.

Der Initiativkreis versteht sich nicht als eine neue grenzüberschreitende Institution, sondern möchte die bestehenden Kooperationsstrukturen dabei unterstützen, die territoriale Zusammenarbeit weiter voran zu treiben.

Für eine erfolgreiche Positionierung und Zusammenarbeit der metropolitanen Grenzregionen in Deutschland und Europa will der Initiativkreis weitere Partner gewinnen und die Arbeit der grenzüberschreitenden Institutionen und europäischen Netzwerke aktiv unterstützen.

Die Ziele der IMeG

Nach innen möchte der Initiativkreis als förderndes Netzwerk die spezifischen Entwicklungschancen der Grenzregionen stärken und Hemmnisse in der grenzüberschreitenden Raumentwicklung abbauen. Hierzu ist es erforderlich,

- eine auf funktionale Integration und großräumige Partnerschaft ausgerichtete Strategieentwicklung mit konkreten Projekten zu verbinden; dazu sollen Kooperationensstrukturen und regionale Governance weiterentwickelt werden,

- europäische und nationale Förderpolitiken besser zu nutzen und zu synchronisieren sowie auf mehr Abstimmung zwischen den Nachbarstaaten im Bereich der grenzüberschreitenden Regionalplanung und -entwicklung hinzuwirken,

- das Konzept der starken Grenzregionen als Entwicklungsmotoren auszubauen.

Diese Zielrichtung nach innen wird durch eine nach außen orientierte Zielrichtung ergänzt. Hier gilt es, Positionen zu beziehen und

- starke Grenzregionen als historische Räume in den Leitbildern der Raumentwicklung zu verankern und damit eine abgestimmte Politik des Bundes und der Länder für diese Grenzregionen zu entwickeln,

- metropolitane Grenzregionen im europäischen Raumentwicklungsdiskurs zu positionieren,

- den Initiativkreis in Europa besser zu vernetzen.

Mitglieder

Gründungsmitglieder des Initiativkreises sind

das Saarland als Teil der Großregion Saarland - Lorraine - Luxembourg - Rheinland-Pfalz - Région Wallone - Communauté Francaise de Belgique und deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens,

die Region Aachen e.V als Teil der Euregio Maas-Rhein

sowie die Regionalverbände Mittlerer Oberrhein, Südlicher Oberrhein, Hochrhein-Bodensee und Bodensee-Oberschwaben aus der Trinationalen Metropolregion Oberrhein und der Bodenseeregion.

 

Der Initiativkreis ist offen für Institutionen aus Grenzregionen mit vergleichbaren räumlichen und funktionalen Strukturen. Er wendet sich insbesondere an Raumakteure und verfolgt somit eine klare territoraiale Perspektive. Dabei stehen der raumordnungspolitische Auftrag sowie der regionale Entwicklungsansatz im Vordergrund. 

Kurzfassung Abschlussbericht des Modellvorhabens der Raumordnung (MORO)
"Überregionale Partnerschaften in grenzüberschreitenden Verflechtungsräumen"

Weitere Informationen unter http://www.metropolitane-grenzregionen.eu

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